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(english version below)

ole hübner, 12/2016. photograph and © by jakob boeckh.

ole hübner, 12/2016. photograph and © by jakob boeckh.

ole hübner, 1993 geboren, studierte komposition zunächst als frühstudent bei benjamin lang und joachim heintz an der hochschule für musik, theater und medien hannover und anschließend regulär bei johannes schöllhorn und michael beil an der hochschule für musik und tanz köln. zusätzlichen unterricht erhielt er unter anderem bei sarah nemtsov, brigitta muntendorf, chaya czernowin, josé maría sánchez-verdú, martin schüttler, marcus schmickler und orm finnendahl. seit 2015 studiert er unter anderem bei heiner goebbels im masterstudiengang am institut für angewandte theaterwissenschaft der justus-liebig-universität gießen.

er war an musiktheaterproduktionen am theater aachen, der deutschen oper berlin, dem konzert theater bern, der münchener biennale und der biennale di venezia beteiligt und arbeitet(e) überdies unter anderem mit dem studio für stimmkunst und neues musiktheater stuttgart, dem ensemble modern, dem ensemble lux:nm, dem ensemble garage (beim kwadrofonik festival warschau/polen), dem trio catch, mam.manufaktur für aktuelle musik (bei der klangwerkstatt berlin), dem ensemble adapter, dem e-mex-ensemble, dem decoder ensemble, den performance-kollektiven »brxt«, »supergroup« (als stipendiat am tanzhaus nrw) und anna kpok, sowie solist*innen wie julia mihály (beim spor festival aarhus/dänemark), frauke aulbert, nicola hein, sebastian berweck, paul hübner, helen bledsoe, béatrice gaudreault-laplante, dirk rothbrust, antoine françoise und gilles grimaître (beim »tzlil meudcan« festival tel aviv-jaffa/israel) zusammen. stücke von ihm wurden bereits in deutschland, österreich, der schweiz, polen, italien, dänemark, japan, israel, singapur und kanada aufgeführt sowie vom deutschlandfunk, deutschlandradio kultur, wdr 3, sr 2, radio bremen und polskie radio trójka gesendet.

in seiner arbeit macht er gebrauch von audioelektronik und szenischen konzepten und bewegt sich oftmals im bereich von musiktheater, theatermusik und hörtheater. themen wie etwa die konzeption und manipulation von wirklichkeiten; strategien des vermittelns und erlebens von »authentizität«; erinnerung, reproduktion und wiederholung als künstlerische mittel und motivationen; narration und narrativität; das situative; das abwesende; das aufspüren und herausarbeiten des theatralen in der musik und des musikalischen im theaters … werden sowohl in seiner künstlerischen als auch seiner theaterwissenschaftlichen arbeit kritisch beleuchtet und bearbeitet. die bereicherung und neubewertung von wissen und techniken der neuen musik durch theaterwissenschaftliche sichtweisen spielt dabei zunehmend eine wichtige rolle. ole hübner arbeitet regelmäßig mit künstler*innen anderer sparten wie rick reuther (lyrik), till wyler von ballmoos (regie, performance), tassilo tesche (video, performance), jascha sommer (performance), charlotte bösling (film, regie), friederike blum (regie) und jakob boeckh (video, performance) zusammen. im rahmen verschiedener theaterproduktionen ist er als trompeten- und elektronikspieler in bands für improvisierte musik, u.a. mit alexander dawo (kontrabass), leif berger (schlagzeug) und nicola hein (gitarre) aufgetreten.

ole hübner war von 2011 bis 2013 stipendiat des landes nordrhein-westfalen. er veröffentlichte mehrere beiträge und statements in den fachzeitschriften »musiktexte«, »seiltanz« und »blatt 3000« sowie in der »nmz – neue musikzeitung«. von 2013 bis 2015 war er kuratoriumsmitglied der kölner musiknacht. von 2014 bis 2016 war er künstlerischer leiter des von ihm mitbegründeten kölner ensembles »electronic ID« für intermediale musik des 21. jahrhunderts. seit 2017 ist er mitglied von »gute manieren«, einer diskursiven formation kritischer musikwissenschaftler*innen, philosoph*innen und komponist*innen.

preise, teilnahmen & stipendien:

  • 2007, 2008 und 2010: preisträger beim bundeswettbewerb komposition (heute: „jugend komponiert“) der jeunesses musicales deutschland
  • 2010: lobende anerkennung für nachwuchskomponisten beim kompositionswettbewerb der carl-von-ossietzky-universität oldenburg
  • 2010: finalist im deutschen musikwettbewerb komposition in bonn
  • 2010-2011: unterrichtsstipendium von musik 21 – niedersächsische gesellschaft für neue musik
  • 2011: ausgewählter teilnehmer der saarbrücker komponistenwerkstatt
  • 2011: 2. preis beim orgelkompositionswettbewerb saarlouis-lisdorf
  • 2011-2013: stipendium des landes nordrhein-westfalen
  • 2012: ausgewählter teilnehmer des komponistenstudios des ensemble modern
  • 2013: ausgewählter teilnehmer des trossinger off-konzerts der donaueschinger musiktage
  • 2014: ausgewählter teilnehmer des musik-/tanz-/performance-projekts „supergroup“ am tanzhaus nrw in düsseldorf
  • 2014: teilnahme an der 68. frühjahrstagung des instituts für neue musik und musikerziehung darmstadt
  • 2014: teilnahme an den 47. internationalen sommerkursen für neue musik des internationalen musikinstituts darmstadt (unterricht und seminare bei oliver schneller, martin schüttler und joanna bailie)
  • 2014: preisträger beim kompositionswettbewerb des konfuzius-instituts an der universität hamburg im rahmen der ausstellung „secret signs“ der sammlung falckenberg
  • 2015: ausgewählter teilnehmer im rahmen der ausschreibung „adoptions 2015“ des ensemble adapter
  • 2015: teilnahme an der 69. frühjahrstagung des instituts für neue musik und musikerziehung darmstadt
  • 2015: teilnahme am cheers for fears festival 2015 am theater oberhausen (u.a. workshop mit hannes seidl und daniel kötter)
  • 2016: teilnahme an der arbeitstagung der fachgruppe frauen- und genderstudien in der gesellschaft für musikforschung an der hochschule für musik und tanz köln
  • 2016: ausgewählter teilnehmer des festivals und sommerkurses des ensemble nikel, „tzlil meudcan 2016“, in tel aviv-jaffa/israel (uraufführung eines neuen stücks sowie unterricht bei chaya czernowin und josé maría sánchez-verdú)
  • 2016: teilnahme als keynote speaker an der „tagung zum manierismus in der zeitgenössischen musik“ der musikwissenschaftler*innengruppe „gute manieren“ in frankfurt/main (vortrag: „komplexismus als kleber / lüge und universelle wahrheit?“)
  • 2017: ausgewählter teilnehmer beim 8. internationalen kompositionsseminar der internationalen ensemble modern akademie frankfurt/main, uraufführung eines neuen stücks durch das ensemble modern unter der leitung von enno poppe
  • 2017: ausgewählter teilnehmer im kollektiv mit friederike blum, jakob boeckh und tassilo tesche beim college der 61. biennale musica di venezia, uraufführung eines neuen musiktheaters im rahmen des festivals
ole hübner, 05/2016. photograph and © by maxine devaud.

ole hübner, 05/2016. photograph and © by maxine devaud.

ole hübner, born in 1993, studied composition, initially as a pre-student, with benjamin lang and joachim heintz at the hanover university of music, drama and media, and then regularly with johannes schöllhorn and michael beil at the cologne university of music and dance, germany. additionally, he has received lessons with sarah nemtsov, brigitta muntendorf, chaya czernowin, josé maría sánchez-verdú, martin schüttler, marcus schmickler, and orm finnendahl. since 2015 he has been doing a masters course with (amongst others) heiner goebbels at the institute for applied theatre studies of the justus liebig university of gießen.

he has been involved in music theatre productions at the stadttheater aachen, deutsche oper berlin, konzert theater bern, münchener biennale festival, and la biennale di venezia, and has further worked with (amongst others) stuttgart’s studio of voice art and new vocal theatre, ensemble modern, ensemble lux:nm, ensemble garage (at „kwadrofonik“ festival, warsaw/poland), trio catch, mam.manufaktur für aktuelle musik (at „klangwerkstatt“ festival, berlin), ensemble adapter, e-mex ensemble, decoder ensemble, the performance collectives „brxt“, „supergroup“ (as a fellow of tanzhaus nrw, dusseldorf), and anna kpok, as well as with soloists such as julia mihály (at „spor“ festival, aarhus/denmark), frauke aulbert, nicola hein, sebastian berweck, paul hübner, helen bledsoe, béatrice gaudreault-laplante, dirk rothbrust, antoine françoise, and gilles grimaître (at „tzlil meudcan“ festival, tel aviv-yafo/israel). his pieces have already been performed in germany, austria, switzerland, poland, italy, denmark, japan, israel, singapore, and canada; some of which have been aired by public broadcasting corporations deutschlandfunk, deutschlandradio kultur, wdr 3, sr 2, radio bremen (germany), and polskie radio trójka (poland)

in his work, he has made use of audio-electronics and scenical concepts, and he often acts in the fields of music theatre, music for theatre, and audio theatre. topics such as the conception and manipulation of realities; strategies of the imparting and experiencing of „authenticity“; remembrance, reproduction, and repetition as artistic methods and incentives; narration and narrativity; the situational; the absent; the detection and elaboration of theatrical aspects in music and musical aspects in theatre … are examined critically and dealt with in both his theatrological and artistic work. at this, the enrichment and reassessment of techniques and knowledge of contemporary music through theatrological perspectives has increasingly played an important role. ole hübner regularly works together with artists from other arts such as rick reuther (poetry), till wyler von ballmoos (mise-en-scène, performance), tassilo tesche (video, performance), jascha sommer (performance), charlotte bösling (film, mise-en-scène), friederike blum (mise-en-scène), and jakob boeckh (video, performance). in the context of various theatre productions, he has performed as trumpet and electronics player in bands for improvised music, e.g. with alexander dawo (double bass), leif berger (percussion) and nicola hein (guitar).

ole hübner was a fellow of the federal state of north rhine-westphalia from 2011 to 2013. he has published several essays and statements in contemporary music journals „musiktexte“, „seiltanz“, and „blatt 3000“ as well as in the „nmz – neue musikzeitung“ („new music paper“). from 2013 to 2015 he was a member of the advisory board of the „kölner musiknacht“ („cologne music night“). from 2014 to 2016 he was one of the artistic directors of the cologne-based ensemble „electronic ID“ for inter-medial music of the 21st century which was co-founded by him. in 2017 he became a member of „gute manieren“, a discursive formation of critical musicologists, philosophers, and composers.