vita | about

(English version below)

ole hübner, 12/2016. photograph and © by jakob boeckh.

Ole Hübner, 12/2016. Photograph and © by Jakob Boeckh.

Ole Hübner, 1993 geboren, studierte Komposition in Hannover (bei Benjamin Lang und Joachim Heintz, 2007-10) und Köln (bei Johannes Schöllhorn und Michael Beil, 2011-15); es folgte ein Masterstudium am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (bei Heiner Goebbels u.a., 2015-18). Auf Einladung des Ensemble Nikel nahm er 2016 an dessen Kompositionssommerkurs »Tzlil Meudcan« bei Chaya Czernowin und José María Sánchez-Verdú in Tel Aviv teil. Seit 2017 erhielt er Lehraufträge in Komposition und Max/MSP-Programmierung an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Ole Hübner bewegt sich oft im Bereich von Musiktheater, Theatermusik und Hörtheater. Themen wie die Konzeption und Manipulation von Wirklichkeiten; Strategien des Vermittelns und Erlebens von »Authentizität«; Erinnerung, Reproduktion und Wiederholung als künstlerische Mittel und Motivationen; Narration und Narrativität; das Situative; das Abwesende; das Aufspüren und Herausarbeiten des Theatralen in der Musik und des Musikalischen im Theater … werden sowohl in seiner künstlerischen als auch seiner theaterwissenschaftlichen Arbeit kritisch beleuchtet und bearbeitet. Die Bereicherung und Neubewertung von Wissen und Techniken der Neuen Musik durch theaterwissenschaftliche Sichtweisen spielt dabei zunehmend eine wichtige Rolle. Die Arbeit in kollektiv-kollaborativen Situationen mit Künstler*innen anderer Gewerke wie Schauspiel, Regie, Tanz, Dramaturgie und Szenographie nimmt mittlerweile einen selbstverständlichen Raum in seiner Arbeit ein und führte zu Musiktheaterproduktionen am Theater Aachen (»sweetieorpheus_27«, 2013), der Deutschen Oper Berlin (»Die Irrfahrten des Odysseus«, 2015/16), bei der Münchener Biennale in Koproduktion mit dem Konzert Theater Bern (»The Navidson Records«, 2016) und La Biennale di Venezia (»Orpheus Moments«, 2017).

Doch auch der konzertanten Musik fühlt sich Ole Hübner verpflichtet: so wurden seine Kompositionen bei namhaften Musikfestivals sowie im In- und Ausland (Österreich, Schweiz, Polen, Italien, Dänemark, Kroatien, Japan, Israel, Singapur, Kanada) aufgeführt und von mehreren Radiosendern ausgestrahlt. Dabei arbeitete er mit Klangkörpern wie etwa dem Ensemble Modern, dem Ensemble Garage, dem Decoder Ensemble, LUX:NM sowie mit Solist*innen wie Frauke Aulbert, Julia Mihály, Helen Bledsoe, Béatrice Gaudreault-Laplante, Dirk Rothbrust, Antoine Françoise und Gilles Grimaître zusammen. Er wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet: 63. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart 2018, Aufenthaltsstipendium in der Villa Aurora Los Angeles 2019, Aufenthaltsstipendium des Landes Hessen in der Cité Internationale des Arts Paris 2019/20.

http://www.olehuebner.wordpress.com

 

Preise, Teilnahmen & Stipendien:

  • 2007, 2008 und 2010: Preisträger beim Bundeswettbewerb Komposition (heute: „Jugend komponiert“) der Jeunesses Musicales Deutschland.
  • 2010: Lobende Anerkennung für Nachwuchskomponisten beim Kompositionswettbewerb der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.
  • 2010: Finalist im Deutschen Musikwettbewerb Komposition in Bonn.
  • 2010-2011: Stipendium für privaten Kompositionsunterricht von Musik 21 – Niedersächsische Gesellschaft für Neue Musik e.V.
  • 2011: Auswahl zur Teilnahme an der Saarbrücker Komponistenwerkstatt des Saarländischen Rundfunks.
  • 2011: 2. Preis beim Orgelkompositionswettbewerb Saarlouis-Lisdorf.
  • 2011-2013: Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen („NRW-Stipendium“).
  • 2012: Auswahl zur Teilnahme am Komponistenstudio des Ensemble Modern in Frankfurt am Main.
  • 2013: Auswahl zur Aufführung eines Stücks im Rahmen des Off-Konzerts der Donaueschinger Musiktage an der Musikhochschule Trossingen.
  • 2014: Auswahl zur Teilnahme an dem Musik-/Tanz-/Performance-Projekt „Supergroup“ des tanzhaus nrw in Düsseldorf.
  • 2014: Teilnahme an der 68. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt.
  • 2014: Teilnahme an den 47. Internationalen Sommerkursen für Neue Musik des Internationalen Musikinstituts Darmstadt (Unterricht und Seminare bei Joanna Bailie, Oliver Schneller und Martin Schüttler).
  • 2014: Preisträger beim Kompositionswettbewerb des Konfuzius-Instituts an der Universität Hamburg im Rahmen der Ausstellung „Secret Signs“ der Sammlung Falckenberg (UA von „relaxed retro rock spots“ durch das Trio Catch).
  • 2015: Auswahl zur Teilnahme am Projekt „Adoptions 2015“ des Ensemble Adapter (UA von „simon & malte“ für Flöte, Klarinette, Harfe, Schlagzeug, Lichtquellen und Audio-/Videoelektronik).
  • 2015: Teilnahme an der 69. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt.
  • 2015: Teilnahme am Cheers for Fears Festival 2015 am Theater Oberhausen (u.a. Workshop mit Hannes Seidl und Daniel Kötter).
  • 2016: Teilnahme an der Arbeitstagung der Fachgruppe Frauen- und Genderstudien in der Gesellschaft für Musikforschung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
  • 2016: Auswahl zur Teilnahme am Festival und Sommerkurs des Ensemble Nikel, „Tzlil Meudcan“, in Tel Aviv-Jaffa/Israel (Uraufführung von „analogue/grave“ für zwei Klaviere sowie Unterricht bei Chaya Czernowin und José María Sánchez-Verdú).
  • 2016: Teilnahme als Keynote Speaker an der „Tagung zum Manierismus in der zeitgenössischen Musik“ der Musikwissenschaftler*innengruppe „Gute Manieren“ in Frankfurt am Main (Vortrag: „Komplexismus als Kleber“).
  • 2017: Auswahl zur Teilnahme am 8. Internationalen Kompositionsseminar der Internationalen Ensemble Modern Akademie Frankfurt am Main, UA von „Drei Menschen, im Hintergrund Hochhäuser und Palmen und links das Meer“ durch das Ensemble Modern unter der Leitung von Enno Poppe.
  • 2017: Auswahl zur Teilnahme (im Kollektiv mit Friederike Blum, Jakob Boeckh und Tassilo Tesche) am Biennale College der Biennale di Venezia / 61. Festival Internazionale di Musica Contemporanea), UA der Kurzoper „Orpheus Moments“ durch das Ensemble Ex Novo.
  • 2018: Preisträger des 63. Kompositionswettbewerbs der Landeshauptstadt Stuttgart für „Drei Menschen, im Hintergrund Hochhäuser und Palmen und links das Meer“ für großes Ensemble, Audiozuspielung und Live-Elektronik.
  • 2019: Stipendium des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. für einen Studien- und Arbeitsaufenthalt in der Villa Aurora Los Angeles.
  • 2019/20: Stipendium des Landes Hessen für einen Studien- und Arbeitsaufenthalt in der Cité Internationale des Arts Paris.
ole hübner, 05/2016. photograph and © by maxine devaud.

Ole Hübner, 05/2016. Photograph and © by Maxine Devaud.

Ole Hübner, born in 1993, studied composition in Hanover (with Benjamin Lang and Joachim Heintz, 2007-2010) and Cologne (with Johannes Schöllhorn and Michael Beil, 2011-2015). Following this, he attended the master program at the Institute of Applied Theatre Studies in Giessen, Germany (with Heiner Goebbels and others, 2015-2018). At Ensemble Nikel’s invita­tion, he participated in their composition summer course Tzlil Meudcan with Chaya Czernowin and José María Sánchez-Verdú in Tel Aviv in 2016. Since 2017, he has been charged with lectureships of composition and Max/MSP coding at Justus Liebig University Giessen.

Ole Hübner often acts in the fields of music theatre, music for theatre, and audio theatre. Topics such as the conception and manipulation of realities; strategies of the imparting and experiencing of “authenticity”; remembrance, reproduction, and repetition as artistic methods and incen­tives; narration and narrativity; the situational; the absent; the detection and elaboration of both theatrical aspects in music and musical aspects in theatre … are examined critically, and dealt with, in both his theatrological and artistic work. At this, the enrichment and reassess­ment of techniques and knowledge of contemporary music through theatrological perspec­tives has increasingly played an important role. Working in collective, collaborative settings with artists of other disci­plines such as acting, mise-en-scène, dance, dramaturgy, and scenography has naturally occupied an important place in his work, and resulted in music theatre productions at The­ater Aachen (“sweetieorpheus_27”, 2013), Deutsche Oper Berlin (“Die Irrfahrten des Odysseus / The Travels of Ulysses”, 2015/16), Münchener Bi­ennale in coproduction with Konzert Theater Bern (“The Navidson Records”, 2016), and La Biennale di Venezia (“Orpheus Moments”, 2017).

However, Ole Hübner feels committed to concert music as well: and so his composition have been performed at renowned music festivals and in many countries (Germany, Austria, Switzerland, Poland, Italy, Denmark, Croatia, Japan, Israel, Singapore, Canada), and broadcast over various radio stations. At this, he has collaborated with ensembles such as Ensemble Modern, Ensemble Garage, Decoder Ensemble, LUX:NM, and with soloists such as Frauke Aulbert, Julia Mihály, Helen Bledsoe, Béatrice Gaudreault-Laplante, Dirk Rothbrust, Antoine Françoise and Gilles Grimaître. He was awarded several prizes and scholarships: 63rd Composition Prize of the State Capital of Stuttgart in 2018, residency at Villa Aurora Los Angeles in 2019, residency provided by the federal state of Hesse at La Cité Internationale des Arts Paris in 2019/20.

http://www.olehuebner.wordpress.com

Advertisements